Was kostet eine Dachsanierung?

Eine Dachsanierung ist nötig, wenn am Dach Feuchtigkeit eindringt, Wärme wegen mangelnder Dämmung verloren geht oder diese Zustände kurz bevor stehen. Auch nach schweren Sturmschäden ist eine Dachsanierung meist unumgänglich.

Die Kosten liegen häufig bei 90,- bis 150,- Euro pro m² und sind damit eine meist große Investition. Im Folgenden erfahren Sie, von welchen Faktoren eine Erneuerung abhängig ist wie sich die Kosten bei einer professionellen Sanierung zusammensetzen. Zudem haben Sie die Möglichkeit, eine kostenfreie und unverbindliche Ausschreibung für eine Dachsanierung in Ihrer Region einzustellen.

Kostenübersicht 2017

Die Tabelle gibt einen ersten Überblick über die Kosten. Wie diese sich genau zusammensetzen, erfahren Sie weiter unten.

Material und Dienstleistung Preise Preise für 200 m²
Gerüstkosten 800,- bis 1200,- € 800,- bis 1200,- €
Belattung 10,- € bis 20,- € je m² 2.000,- € bis 4.000,- €
Dachdämmung 40,- bis 70,- € je m² 8.000,- bis 14.000,- €
Dachmaterial z.B. Betonziegel 40,- bis 60,- € je m² 8.000,- bis 12.000,- €
Summe 90,- bis 150,- € je m²
(ohne Gerüst)
18.800,- bis 31.200,- €

Alle Preise verstehen sich als grobe Richtwerte inklusive der Mehrwertsteuer und können selbstverständlich abweichen.

Kosten für Ihr Projekt berechnen lassen - der Preisvergleich

Die Kosten für eine Dachsanierung sind von vielen Faktoren abhängig. Die preislichen Unterschiede belaufen sich insgesamt auf mehrere Tausende Euro. Holen Sie sich deshalb kostenlos und unverbindlich mehrere Festpreis-Angebote ein und finden Sie heraus, welcher Anbieter der Beste für Sie ist. Dafür können Sie einfach das folgende Formular ausfüllen.

So setzen sich die Kosten zusammen

Ein neues Reetdach ist meistens mit 120,- bis 180,- € je m² deutlich teurer, als ein Dach mit Standard Betonziegeln für ca. 50,- € je m². Aber auch die Form Ihres Daches kann einen entscheidenden Einfluss auf den Preis für eine Dachsanierung haben. So sind zum Beispiel Mansardendächer deutlich komplizierter, als Satteldächer. Vor der Dachsanierung muss zunächst ein Gerüst gemietet und aufgebaut werden. Dies wird teilweise von einer Dachdeckerfirma gleich mit übernommen.
Für drei Wochen Standzeit muss man bei einer Grundfläche von 200 m² häufig mit Kosten zwischen 800,- und 1200,- € rechnen.

Der erste Schritt der Dachsanierung ist das Entfernen der alten Ziegel. Diese und beispielsweise altes Dämmmaterial müssen entsorgt werden (Entsorgungskosten). Anschließende wird eine Dampfbremse angebracht und die Dämmung erfolgt.
Pro Quadratmeter belaufen sich die Kosten für die Dämmung des Daches ungefähr auf 40,- bis 70,- € je m². Je nach Form des Daches kommen noch zusätzliche Arbeiten hinzu.

Dann folgt die Belattung des Daches (ca. 10,- € je m²) und wenn vorhanden: das Verkleiden von Erkern oder Gauben. Diese Zusatzarbeiten (separates Abdichten etc.) erhöhen den Endpreis. Abschließend werden die neuen Ziegel auf dem Dach verlegt (ca. 50,- bis 60,- € je m²) und das Gerüst abgebaut.

Eine Dachsanierung mag auf den ersten Blick teuer aussehen. Bedenken Sie aber: auch die Energiekosten steigen stetig an. Durch ein schlecht gedämmtes Dach werden bei einem Ein- und Zweifamilienhaus bis zu 20 Liter Heizöl pro Quadratmeter Dachfläche und pro Jahr „aus dem Fenster“ geheizt. Durch eine Dachsanierung können Sie am Ende viel Geld sparen und der Umwelt einen großen Gefallen tun.

Nicht nur die Sanierung einen Daches ist eine sinnvolle Investition, auch ein vorher durchgeführter Dachgeschossausbau kann viele Vorteile und Gestaltungsmöglichkeiten mit sich bringen. Hier finden Sie alle wichtigen Informationen zur Planung, zu den Materialien und den notwendigen Dachausbau Kosten.

Wann muss ich über eine Dachsanierung nachdenken?

Dächer gehören zu den wichtigsten Elementen einen Hauses. Sie schützen uns vor sämtlichen Umwelteinflüssen, Schmutz und Gefahren – und das viele Jahre lang. Diese Einwirkungen von außen können ein Dach jedoch auf Dauer stark angreifen und beschädigen. Besonders bei Altbauten sind Beeinträchtigungen, beispielsweise an den Dachziegeln, zu erkennen. Aber auch Holzwürmer, Risse in den Trägerbalken, Schimmel und Feuchtigkeit sind Gründe, um sich mit bestimmten Maßnahmen der Sanierung oder Neueindeckung auseinanderzusetzten.

Greifen Sie bei starken Beschädigungen nicht nur auf eine vorübergehende Dachbeschichtung zurück. Diese kann zwar kurzfristig Schäden mindern, ist aber auf Dauer keine wirtschaftliche Lösung.
Sind an Ihrem Dach nur einzelne Ziegel beschädigt, kann mit einer Ziegeldachsanierung Abhilfe geschaffen werden. Setzten Sie sich am besten mit einem Gutachter oder Fachbetrieb zusammen und lassen Sie prüfen, wie hoch der Schaden ist und was zu sanieren ist.

Dachneudeckung

Eine Dacheindeckung ist besonders wichtig, um Ihr Haus auch vor zukünftigen Einflüssen zu schützen. Bei der Auswahl der Dachgestaltung stehen Ihnen viele Möglichkeiten zur Verfügung.
Bei Steildächern werden meist Dachziegel aus Beton verwendet. Aber auch Metall, Schiefer und Kupfer sind mögliche Materialien. Für Flachdächer verwendet man häufig Reet oder Kunststofffolie, diese sind sehr unempfindlich gegenüber Witterungen.

Häufig sind Dachsysteme sehr stark in Ihrer Neigung eingeschränkt und ermöglichen daher keine große Auswahl. Wohnen Sie selbst in einer Eigenheimsiedlung müssen Sie Ihre Dachverkleidung häufig an die Ihrer Nachbarn anpassen. Auch regionale Bestimmungen können das Angebot eingrenzen.
Zu einer Dachkonstruktion gehören natürlich nicht nur die Ziegel, sondern auch die Dachlatten, die Dämmung und die Unterdeckung.

Lassen Sie sich auch hier von einem erfahrenen Fachbetrieb oder Dachdecker beraten, was für Ihre Dachdeckung sinnvoll ist. Die Durchführung sollte ebenfalls von einem Profi übernommen werden.
Es besteht die Möglichkeit, dass bei einer nicht fachgerechten Ausführung bleibende Schäden an der Dachkonstruktion verursacht werden. Hier haben Sie die Möglichkeit verschiedene Kostenvoranschläge miteinander zu vergleichen und sich unverbindliche Angebote und Informationen einzuholen.

Die richtige Dämmung – eine Investition in die Zukunft!

Bei der Sanierung Ihres Daches oder generell bei einem Ausbau sollten Sie großen Wert auf eine fachgerechte und energetische Dachdämmung legen. Dächer müssen besonders hohen Temperaturschwankungen und Witterungen standhalten. Fast 20 Prozent der Heizenergie kann durch ein schlecht isoliertes und gedämmtes Dach verloren gehen. Von einer energetischen Sanierung wird dann gesprochen, wenn die Modernisierung des Gebäudes unter den Gesichtspunkten der Senkung von Heizmitteln, Lüftung und Warmwasser vorgenommen wird. Man kann zwischen verschiedenen Dämmungen unterscheiden.

Bei der Zwischensparrendämmung, die gut für Steildächer geeignet ist, erfolgt die fugendichte Isolierung in den Zwischenräumen der Sparren. Aufgrund des verwendeten Materials ist sie relativ kostengünstig und gehört zu den am häufigsten verwendeten Methoden. Sollte Ihr Dach gerade erst neu gedeckt wurden sein, so empfiehlt sich die Aufsparrendämmung. Hier wird Dämmung unterhalb der Dachziegel und von außen an die entsprechenden Sparren befestigt.
Eine Untersparrendämmung wird häufig bei bereits gebauten Dächern verwendet. Die Dämmung wird unter den Sparren angebracht. Sollten Sie es mit einem Flachdach zu tun haben, kommen mehrere Möglichkeiten in Frage.

Um Kosten zu sparen, sollten Sie darüber nachdenken, ob im Rahmen einer Dachsanierung ebenfalls die Sanierung und Isolierung der Außenfassade durchgeführt werden muss.
Tipp: In diesem Ratgeber erfahren Sie, was es kostet eine Fassade sanieren zu lassen.

Warum ist eine energetische Dachsanierung sinnvoll?

Bei einer Dachsanierung oder Neueindeckung kommen erstmal viele Kosten auf Sie zu. Lassen Sie sich davon nicht zu sehr abschrecken.
Eine richtige Isolierung und Dämmung macht sich auf Dauer bezahlt und kann Ihnen helfen zukünftig Energie zu sparen. Dass der Staat, Banken und Kommunen Bauwilligen hier kräftig unter die Arme greifen, ist den Wenigsten bekannt.

Diese Institutionen bieten Ihnen oftmals eine Reihe von attraktiven Fördermöglichkeiten an. Welches Fördermittel für Sie in Frage kommt, können Sie einfach unter folgendem Link recherchieren.
Wichtig ist aber immer: Stellen Sie den Antrag vor Baubeginn, ein Anspruch auf Förderung könnte sonst verfallen. Unterstützt werden Bauherren beispielsweise durch zinsgünstige Kredite oder Darlehen.
Auch direkte Investitionszuschüsse sind möglich. Die Höhe der finanziellen Stütze wird individuell berechnet.

Viele Hauseigentümer denken bei Ihrer Dachsanierung über die Platzierung von Solarzellen auf Ihrem Dach nach. Die Nutzung von Sonnenlicht ist eine nachhaltige und umweltschonende Investition in die Zukunft.
Sollten Sie ebenfalls darüber nachdenken, können Sie sich bei uns informieren, was Photovoltaikanlagen kosten und welche Vorteile diese haben.

Checkliste

  • Lassen Sie mögliche Schaden von einem qualifizierten Fachmann begutachten
  • Investieren Sie in eine ausreichende Dämmung
  • Nutzen Sie Fördermittel von Staat oder Banken
  • Machen Sie einen Preisvergleich
  • Lassen Sie die Dachsanierung immer von einer erfahrenden Firma durchführen