Was kostet es, eine Ölheizung einbauen zu lassen?

Die Ölheizung ist eine der gängigsten Methoden, um Ein- und Mehrfamilienhäuser unabhängig zu beheizen. Es wird dabei auf sogenanntes Heizöl zurückgegriffen, das in verschiedenen Formen vorkommen kann.

Die Funktionsweise

Das Prinzip der Ölheizung besteht darin, durch die Verbrennung von Öl Wärme zu erzeugen. Diese Wärme wird üblicherweise genutzt, um das in einem Kessel befindliche Wasser zu erhitzen und für das Heizen zu nutzen. Dabei unterscheidet man zwischen verschiedenartigen Ölheizungen, die sich in puncto Verbrennung unterscheiden.

Das Öl muss, bevor es im Verbrennungstrakt entzündet wird, auf eine bestimmte Temperatur hochgeheizt werden. Die sogenannte Ölheizung ohne Hilfsenergie bedient sich einer weiteren Ölflamme, mit deren Hilfe das Heizöl verbrannt wird.
Der Brennstoff einer Ölheizung wird in Tanks gelagert. Dieser muss so untergebracht sein, dass er im Falle einer Brandes keine Gefahr für das Haus darstellt. Hingegen greift die Ölheizung mit Hilfsenergie auf elektrischen Strom zurück, der in Form eines Zündfunkens auftritt. Das Prinzip ähnelt dem eines Verbrennungsmotors. Das Öl wird zerstreut in den Brennraum gepumpt und dort gezündet. Diese Art der Ölheizung ist am weitesten verbreitet und effizienter als die Methode ohne Hilfsenergie.

Das Heizöl für die Verbrennung in den Ölheizungen kann in verschiedene Klassen gegliedert werden. So gibt es die Klassifizierungen EL, EL schwefelarm, L, M, S und ES. Diese geben Auskunft darüber, wie dicht die Öle sind und wie hoch der Schwefelgehalt ist. Für reguläre Ölheizungen in Wohnungen wird in der Regel Heizöl EL genutzt.

Kosten für die Anschaffung

Für ein gewöhnliches Einfamilienhaus müssen für die Installation einer Ölheizung der Tank, der Kessel und das Heizsystem gekauft und installiert werden. Die Kosten liegen dabei häufig zwischen 5.000 Euro und 8.000 Euro. Sie hängen größtenteils von der benötigten Heizleistung - also im Endeffekt von der Größe des Hauses - ab. 

Vorteile der Ölheizung

Ein großer Vorteil der Ölheizung ist die Unabhängigkeit, die durch die Installation erreicht wird. Bei einem entsprechend großen Vorratsbehälter kann eine gesamte Heizperiode überbrückt werden, ohne dass der Besitzer auf Fernwärme angewiesen ist. Außerdem erweisen sich die Ölheizungen als sehr sicher und ausgereift, da sie bereits lange im Einsatz sind. Das bedeutet, dass durch die Verbrennung von Heizöl die größtmögliche Effizienz erreicht werden kann. Wichtig ist auch, dass die Ölpreise stabil bleiben.
Durch die Installation wird eine Unabhängigkeit erreicht, da bei einem großen Vorratsbehälter eine gesamte Heizperiode überbrücken kann, ohne auf Fernwärme angewiesen zu sein. Derzeit stehen äußerst viele Vorkommen zur Verfügung, sodass von einem mehr oder weniger konstanten Preis ausgegangen werden kann. Neben der Gewinnung von fossilem Heizöl kann in einigen Anlagen auch sogenanntes Bio-Heizöl verwendet werden, das aus nachwachsenden Rohstoffen gewonnen wird.

Das System der Ölheizung lässt sich üblicherweise mit verschiedenen anderen Heizarten kombinieren. Möchte man beispielsweise mit Holz heizen, so lässt sich diese Heizungsform einfach in das bestehende Heizsystem integrieren.

Nachteile einer Ölheizung

Der einzige Nachteil der Ölheizung besteht in dem erhöhten Platzbedarf, den sie benötigt. Je nach Größe des Hauses muss ein entsprechender Tank installiert werden, um zu häufiges Betanken und daraus resultierende Kosten zu vermeiden. Der Öltank muss so untergebracht sein, dass er im Falle eines Brandes keine Risiken für das Haus birgt.

Außerdem ist die Ölheizung trotz ihrer effizienten Technik einigen anderen Heizungsformen in puncto Umweltfreundlichkeit unterlegen. Vor allem die Solarthermie erweist sich hier als viel umweltschonender. Einen anderen Blick auf das Thema Vor- und Nachteile finden Sie auch hier.

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