Was kostet es, Erde ausheben zu lassen?

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Eine gute Basis schaffen

Bevor ein Fundament gesetzt werden kann, müssen umfangreiche Erdaushubarbeiten durchgeführt werden. Die dabei entstehenden Kosten werden häufig unterschätzt. Sie hängen entscheidend von der Beschaffenheit des Geländes und der Konsistenz des Bodens ab. Es ist vor Auftragserstellung zu prüfen, um welche Art von Boden es sich handelt.

Ein Bagger an einer Baugrube

Zunächst kann der meist lockere Mutterboden abgetragen werden. Anschließend findet der eigentliche Erdaushub statt. Grundsätzlich muss zwischen dem Aushub selbst und dem Abtransport des Bodenmaterials unterschieden werden. Zu den dadurch entstehenden Kosten kommen zusätzlich jene für den An- und Abtransport von Baugeräten und die Kosten für die Rodung von Sträuchern und Bäumen auf dem Gelände.

Gängige Fundamentarten

Die am häufigsten verwendeten Fundamentarten sind das Punktfundament, das Streifenfundament und das Plattenfundament.

Zu einem Punktfundament gehören mehrere Einzelfundamten, durch welche es seine Last in den Baugrund gibt. Punktfundamente benötigen durch ihre Setzungsempfindlichkeit einen festen Boden. Anwendung finde sie u.a. als Untergrund für Pfeiler. Aber auch, wenn z.B. Gartenhäuser oder Carports keinen direkten Kontakt zum Boden haben dürfen, wenn sie aus Holz bestehen, ist diese Fundamentart eine vielfach verwendete Möglichkeit.

Streifenfundamente werden unter tragenden Wänden verbaut, da ihr rechteckiger Querschnitt eine optimale Tragfähigkeit für Einfamilienhäuser oder Gartenhäuser bietet. So lässt sich ein waagerechter Untergrund erstellen, der einen weiteren Aufsatz begünstigt.

Welche Fundamentart für Ihren Bedarf in Frage kommt, richtet sich nach dem Zweck und der vorhandenen Baufläche.

Eine gesamte Grundfläche deckt das Plattenfundament ab, welches aus einer Stahlbetonplatte besteht. Das Plattenfundament kann eine geringe Tragfähigkeit des Bodens oder unterschiedliche Bodenarten aufgrund ihrer vollflächigen Auflage kompensieren. Nicht nur die Belastungen des Baukörpers, auch jene, die von Wind oder Schnee ausgehen, werden mit der optimalen Lastenverteilung der Platte abgefangen. Die hohen Herstellungskosten sollte man dabei allerdings bedenken.

Die Kosten für eine Erdaushebung im Überblick

Die Kosten für die Schritte des Aushubes und des Abtransports hängen von der Bodenklasse ab. Auch die Unterscheidung zwischen einem Fundamentaushub oder dem Baugrubenaushub schlägt hier zu Buche. Während für den Aushub von wasserhaltigem beziehungsweise leichtem Boden häufig 8,- bis 10,- Euro pro m³ (inkl. MwSt.) berechnet werden, kann der Erdaushub von felsartigem Material bis zu 90,- Euro pro m³ kosten.

Die Kosten für den Abtransport des Aushubmaterials betragen meist 8,- bis 15,- € pro m³ und können daher weitere hohe Kosten verursachen. Aus diesem Grund ist es – insbesondere bei kleinen Projekten – oft günstiger, wenn man sich einen Container bestellt und diesen selbst befüllt.

Was kommt nach dem Aushub?

Die gemäße Entsorgung des Aushubes ist ein nicht zu vernachlässigender, wichtiger Abschnitt, wenn Sie Erde ausheben lassen.

Wichtig ist es, auf eine sachgemäße Entsorgung des Bodenabfalls zu achten. In dieser Verpflichtung steht der Besitzer des Abfalls, welcher als Grundstücksinhaber automatisch Sie sind. Der Besitzer ist gesetzlich verpflichtet, die amtlichen Bestimmungen einzuhalten und für eine ordnungsgemäße Beseitigung oder auch Verwertung des Aushubmaterials Sorge zu tragen. Im Fall einer vertraglichen Regelung, kann die Besitzhoheit des ausgehobenen Erdmaterials an das ausführende Unternehmen abgegeben werden. Nun ist die Aushubfirma für den fachgerechten Abtransport zuständig.

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