Was kostet ein Elektriker?

Der Stundenlohn für einen Elektriker liegt je nach Region häufig zwischen 50,- und 100,- Euro. Im Folgenden erläutern wir Ihnen, mit welchen Preisen Sie bei einem Elektriker rechnen sollten.
Zudem haben Sie die Möglichkeit, eine kostenfreie und unverbindliche Ausschreibung für einen Elektriker in Ihrer Region durchzuführen. So finden Sie ganz einfach und bequem passende Dienstleister und können sich schon vorab einen Überblick über die genauen Kosten für Ihr Projekt verschaffen. 

Kostenübersicht 2017

Die Tabelle gibt einen ersten Überblick über die Kosten. Wie diese sich genau zusammensetzen, erfahren Sie weiter unten.

Material und Dienstleistung Preise
Anbringen einer Steckdose 80,- bis 150,- €
Herdanschluss 50,- bis 100,- €
Stundenlohn 50,- bis 100,- €
Fahrtkostenpauschale 30,- bis 50,- €

Alle Preise verstehen sich als grobe Richtwerte inklusive der Mehrwertsteuer und können selbstverständlich abweichen.

Kosten für Ihr Projekt berechnen lassen - der Preisvergleich

Da die Kosten für einen Elektriker je nach Region und Aufwand unterschiedlich stark variieren, empfehlen wir Ihnen, sich unverbindlich Kostenvoranschläge einzuholen. Diese können Sie vergleichen und so den günstigsten Elektriker ausfindig machen. Nutzen Sie dafür das folgende Formular, um in nur 2 Minuten eine kostenfreie Ausschreibung für Ihre Region und Ihr Projekt zu starten.

So setzen sich die Kosten zusammen

Im Stromkastenverteiler befinden sich Sicherungs- und Schaltelemente zur Verteilung von elektrischer Energie. Die Kosten für einen Elektriker variieren je nach Schwierigkeitsgrad der zu bewältigenden Aufgabe. Beispielsweise ist es ein preislicher Unterschied, ob Ihre Steckdosen separat abgesichert sein sollen oder nicht.

Für die Ausstattung eines Einfamilienhauses wird zum Beispiel ein Zählerschrank mit einer entsprechenden Verdrahtung, eine Leerverrohrung (für Kabel/Leitungen), Anschlüsse und die nötigen Materialien wie Steckdosen, Kabel etc. benötigt. So ist ein Elektriker für die Beleuchtung sowie für die Technik für Antennen und Kommunikation zuständig.

Eine Faustregel bezieht sich auf die Baukosten des Hauses: Circa 4% Ihrer Baukosten müssen Sie für die gesamte Elektroinstallation Ihres Hauses einplanen. Das Anbringen der Steckdosen kostet in etwa zwischen 80,- und 150,- € pro Steckdose. Die Kosten für einen Herdanschluss belaufen sich ca. auf 50,- bis 100,- €. Bei 100 m² müssen Sie insgesamt mit Materialkosten von 3.000,- bis 4.000,- € rechnen.

Der Stundenlohn für einen Elektriker liegt in etwa zwischen 50,- und 100,- € (inklusive MwSt.). Für ein 100 m²-Haus sollten ungefähr 100 bis 150 Arbeitsstunden anfallen. Damit fallen hier Lohnkosten von insgesamt 5.000,- bis 15.000,- € an.

Bei der Reparatur eines Elektrogerätes richten sich die Preise danach, welches Bauteil defekt ist. Zu den reinen Arbeitskosten kommen dann die Kosten für ein entsprechendes Ersatzteil und dessen Einbau (je nach Schwierigkeitsgrad) hinzu. Des Weiteren wird häufig eine Pauschale für die Fahrtkosten erhoben. Hier müssen Sie mit ungefähr 30,- bis 50,- € rechnen.

Die Aufgaben eines Elektrikers

Das sind typische Utensilien und Arbeitsmittel eines Elektrikers. Einige sind auch für Laien zugänglich und handhabbar. Wie der Name schon sagt, beschäftigt sich der Handwerker mit dem Thema Elektrik.
Seine Arbeit ist in verschiedene Bereiche gegliedert und sehr abwechslungsreich.
Ist er im Service tätig, so muss er direkt beim Kunden, auf Baustellen, aber auch in Werkstätten agieren.
Arbeitet er in einer beratenden Funktion, so kann es vorkommen, dass Elektriker im Einzelhandel bzw. in Fachgeschäften tätig ist.

Im Servicebereich muss ein Elektriker verschiedenen Aufträgen nachgehen und über ein fundiertes Wissen verfügen. Er muss Schaltkästen und Steckdosen installieren und warten, Leitungen verlegen, Kunden beraten und elektronische Haushaltsgeräte einbauen. Bei einem Hausbau kann der Elektriker für mehrere Baustellen gebraucht werden. So ist er nicht nur für den Stromkreislauf im Haus zuständig, sondern kann ebenfalls in beratender und ausführender Funktion beim Einbau von Solaranlagen behilflich sein.

Tipp: Sie interessieren sich für das Thema Hausausbau und erneuerbare Energien? Wir informieren Sie über die Dachausbau Kosten und die Photovoltaikanlagen Kosten.

Die Elektroplanung

Natürlich ist es möglich, die Kosten des Elektrikers zu reduzieren, indem Sie einen entsprechenden Eigenanteil leisten. Besonders im Bereich der Planung können Sie viel in Eigenregie erarbeiten. Geübte Heimwerker können auch bei der Verlegung von Leitungen und baulichen Maßnahmen helfen und so dem Elektriker Arbeit abnehmen.

Wichtig ist vor allem, vorab genau zu planen, wohin welche Steckdose soll, wie viele Stromanschlüsse in jedem Zimmer benötigt werden, welche Kabel selbst verlegt werden können, welche Elemente unbedingt vom Fachmann installiert werden sollten usw.

Steckdosen kann man praktisch nie genug haben. Zählen Sie am besten vorab alle technischen Geräte, die einen Stromanschluss benötigen und täglich in Gebrauch sind. Dazu können zählen: Kühlschrank, Fernseher, Radio, Handy-Ladegerät, Computer, DSL, diverse Lampen, Herd, Ofen, Waschmaschine, Lautsprecher, Fön, Kaffeemaschine, Toaster, Spielekonsole etc.
Bedenken Sie, dass einige Geräte einen Starkstromanschluss benötigen (z.B. Elektroherd) und andere mehr als eine Steckdose benötigen (z.B. Heimkino, Computer).
Planen Sie daher sehr großzügig.


Nehmen Sie nun den Grundriss des Hauses zur Hand. Je nachdem wie Sie den jeweiligen Raum einrichten wollen, können Sie nun in jedem Zimmer die gewünschten Steckdosen einzeichnen. Denken Sie auch an die Anschlüsse für Lampen, Klimaanlagen, Rollläden etc.
Achten Sie darauf, im Badezimmer einen genügend großen Abstand zum Nassbereich einzukalkulieren.

Mit dem entworfenen Plan erleichtern Sie dem Elektriker die Arbeit und er kann die notwendigen Stromkabel nach Ihren Wünschen legen und alle wichtigen Anschlüsse installieren. Sprechen Sie Ihr geplantes Stromnetz auf jeden Fall mit dem Elektroinstallateur ab. Er wird Ihnen noch einige hilfreiche Tipps geben und die Planung optimieren.

Checkliste

  • Stellen Sie einen Plan auf, in dem Sie alle notwendigen Elektroanschlüsse festhalten.
  • Bei einem Hausbau müssen Sie ungefähr 4% der Kosten für die Elektrik einplanen
  • Machen Sie einen Preisvergleich
  • Lassen Sie Arbeiten an der Elektrik aus Sicherheitsgründen immer von einem erfahrenen Fachmann durchführen