Was kostet es, Parkett verlegen zu lassen?

Parkett verlegen muss gelernt sein. Insgesamt liegen die Kosten bei einem Profi häufig bei 60,- bis 120,- Euro je m². Im Folgenden lesen Sie, wie sich die Kosten zusammensetzen und mit welchen Preisen Sie demnach rechnen sollten.
Zudem haben Sie die Möglichkeit, eine kostenlose Handwerker-Ausschreibung durchzuführen, um unverbindlich Angebote aus Ihrer Region einzuholen.

Außerdem geben wir Ihnen hilfreiche Tipps zur Oberflächenbehandlung Ihres Parkettbodens und erklären Ihnen, wie Sie Ihren Boden mit einer Oberflächenveredlung noch individueller gestalten können.

Kostenübersicht 2017

Die Tabelle gibt einen ersten Überblick über die Kosten. Wie diese sich genau zusammensetzen, erfahren Sie weiter unten.

Bezeichnung Kosten für 1 m² Kosten für 20 m² Kosten für 40 m²
Material (z.B. Buche) 30,- bis 80,- € 600,- bis 1600,- € 1200,- bis 3200,- €
Dämmunterlagen 5,- bis 10,- € 100,- bis 200,- € 200,- bis 400,- €
Arbeitskosten 20,- bis 40,- € 400,- bis 800,- € 800,- bis 1600,- €
Summe 55,- bis 130,- € 1300,- bis 2600,- € 2200,- bis 5200,- €

Alle Preise verstehen sich als grobe Richtwerte inklusive der Mehrwertsteuer und können selbstverständlich abweichen.

Kosten für Ihr Projekt berechnen lassen - der Preisvergleich

Da die Kosten von der Region, dem genauen Material und vielen weitere Faktoren abhängen, empfehlen wir Ihnen jetzt unverbindliche Festpreisangebote einzuholen.
Mit dem folgenden Formular können Sie sich kostenlos und unverbindlich Kostenvoranschläge von qualifizierten Bodenverlegern in Ihrer Region einholen. Füllen Sie das Formular jetzt einfach aus und Sie erhalten individuelle Angebote zugesandt. Dieser Schritt hat sich bei unseren Besuchern bewährt.

Die Materialkosten für Parkettboden

Klickparekett hat viele Vorteile. Einer ist die einfache Handhabung beim Verlegen. Beim Parkett handelt es sich um das hochwertigere Pendant zum Laminatboden, was sich bereits in den Materialkosten widerspiegelt.
Je nach Material (beispielsweise Buche, Ahorn oder Eiche) kostet der Quadratmeter häufig zwischen 30,- und bis zu 80,- Euro.
Immer mehr Online-Shops bieten mittlerweile Parkettbretter zu günstigen Preisen an. Beachten Sie hierbei bitte, dass oft hohe Versandkosten für den komplizierten Transport einzukalkulieren sind.

Eine Trittschalldämmung erhöht nicht einfach nur den Komfort, sondern schränkt den Schall erheblich ein. Auch für Ihre Nachbarn also ein angenehmer Auftritt. Sanfte Federungen entlasten dabei außerdem Gelenke und die Wirbelsäule. Je nach Art und Stärke der Dämmunterlage können auch mögliche Hohlstellen und Luftbrücken effektiv geschlossen und laute, dumpfe Klangbilder umgangen werden. Qualitätsabhängig belaufen sich die Kosten auf 5-10 Euro/m².

Vor der Beauftragung eines Handwerkers muss geklärt werden, ob das Parkett schwimmend (d. h. die Parkettbretter sind nur mit sich selbst und nicht mit dem Boden verbunden) verlegt oder vollständig verklebt wird. Letzteres ist die hochwertigere und teurere Alternative.

Die Arbeitskosten für den Handwerker

Für die Versiegelung des Parkettbodens bieten sich Harze und Lacke an. Der Untergrund muss eben sein und somit gegebenenfalls nachbearbeitet werden.
Je nachdem, ob Klickparkett (welches einfacher zu verlegen ist) oder klassisches Parkett mit Nut und Feder verbaut werden soll, variieren die Arbeitskosten je Quadratmeter abhängig von der Region meist zwischen 20,- und 40,- € (inkl. MwSt.).

Soll ein bestimmtes Muster gelegt werden, können die Quadratmeterpreise teils noch deutlich höher ausfallen. Wird das Parkett auf einer Fußbodenheizung verlegt, ist außerdem mit zusätzlichen Kosten zu rechnen, da der Aufwand hierbei höher ist. Zu den reinen Verlegekosten kommen noch weitere Materialkosten und Zubehör für Fugendichtmasse, Sockelleisten und Türschienen. Zudem fällt meist noch eine Pauschale für die Anfahrt und die Kosten für die Entsorgung des alten Bodenbelags an.

Checkliste

  • Informieren Sie sich über die verschiedenen Holzsorten, Muster und Härtegrade
  • Parkettböden brauchen eine regelmäßige Ölung, Säuberung und einen regelmäßigen Feinschliff
  • Entscheiden Sie sich zwischen Massivholz und Mehrschichtparkett
  • Machen Sie einen Preisvergleich
  • Lassen Sie den Parkettboden unbedingt von einem erfahrenen Fachbetrieb verlegen

Welche Vorteile bieten sich mir?

Parkett ist neben Laminat ein beliebter Bodenbelag. Durch seine Optik lässt er sich mit sehr vielen Möbelstücken und Farben an der Wand kombinieren. Er selbst kann durch verschiedenste Holzusammensetzungen allerhand Formen und Musterungen annehmen.

Im Vorfeld sollten Sie sich Gedanken machen, in welchen Räumen Sie den Parkettboden verlegen lassen wollen. Auch Küche und Bad eignen sich dafür. Allerdings sollten Sie hier auf Holz zurückgreifen, welches feuchtigkeitsresistent ist, sodass es nicht zum Aufquellen des Materials kommt.

Häufig wird Holz im Schlafzimmer und Wohnzimmer verlegt. In diesen Räumen kommt es besonders gut zur Geltung. Parkettboden ist nach der Verlegung sehr robust und belastbar.
Mit der richtigen Pflege kann er ihnen sehr viele Jahre Freude bereiten. Sollte er im Flurbereich, oder Kinderzimmer doch einmal zerkratzen, besteht die Möglichkeit ihn abschleifen und ausbessern zu lassen. Für ein angenehmes Raumklima eignet sich Parkettboden ebenfalls. Er nimmt Feuchtigkeit aus der Luft auf und gibt sie wieder ab.

Tipp: In unseren Ratgebern erhalten Sie noch weitere Anregungen und Gestaltungsmöglichkeiten für Ihre Bodenbeläge. Wir geben Ihnen alle wichtigen Informationen zum Thema "Teppich verlegen lassen". Außerdem erklären wir Ihnen, wie man Laminat verlegen lassen kann und ermöglichen Ihnen einen Überblick über die anfallenden Korkboden Preise.

Mit welchen Materialien kann ich arbeiten?

Es gibt eine große Auswahl an Holzsorten und Musterungen. Lass Sie sich daher gut beraten! Mit der Auswahl an Holzsorten werden Ihnen keine Grenzen gesetzt. Für jeden Geschmack gibt es eine passende Holzart und Musterung. Geht die Vorliebe in eine hellere Richtung, empfehlen sich Birke, Erle und Ahorn.

Soll der Ton in eine dunklere, rötliche Färbung gehen, kann man auf Buche, Kirsche oder Mahagoni zurückgreifen. Permanente Sonneneinstrahlung kann das Holz über die Jahre hinweg verfärben.

Generell unterscheidet man bei Parkett zwischen Massivholz und Mehrschichtparkett.
Massivholzparkett wird in einzelnen Lamellen verlegt, welche am Ende versiegelt und abgeschliffen werden müssen. Fertigparkett setzt sich aus drei verschiedenen Holzschichten zusammen, die miteinander verleimt sind.
Das Fertigparkett ist, wie bei "gewöhnlichem" Parkett, entweder als Massivholzparkett – gefertigt aus einem robusten Stück Holz und somit qualitativ hochwertiger – oder Mehrschichtparkett – nur die oberste Schicht ist aus Echtholz, darunter sind Träger- und Stabilitätsschichten verarbeitet - erhältlich.
Eine problemfreie Mehrfachbehandlung durch Abschleifen (mehr zu den Kosten beim Abschleifen) von Abnutzungen ist daher nur beim Massivholzmodell möglich.

Außerdem ergeben sich folgende Vorteile:

  • kein Oberflächenfehler und besonders passgenau
  • kostengünstiges Verlegen - die einzelnen Planken/Stäbe sind bereits fertig versiegelt oder geölt sowie geschliffen, gekittet und endbehandelt
  • einfache Anleitung und Montage durch zunehmend verwendetes „Klick“-System
  • schnelleres Verlegen = schnelleres Bewohnen

Für besonders beanspruchte Böden empfiehlt sich Hochkantlamellenparkett. Dieses ist sehr robust und hält auch starke Beanspruchung aus. Für eine gestalterische Unbegrenztheit sollten Sie auf Mosaikparkett zurückgreifen. Durch seine verschiedenen Holz-und Verlegearten ist es besonders vielseitig in der Gestaltung. Lag auf Ihrem Boden zuvor Teppich oder PVC, so empfiehlt sich die Nutzung von Lamparkett.
Jeder Baum und jede Holzsorte hat ihren eigenen Härtegrad. Überlegen Sie sich, in welchem Raum das Parkett verlegt werden soll und wie viel Beanspruchung der Bodenbelag aushalten muss.
Demnach können Sie auch die Holzsorte auswählen. Neben dem Härtegrad und der Färbung ist für viele auch die Musterung der verschiedenen Arten ausschlaggebend. Jede Maserung, ob eine kräftige oder dezente Struktur, gibt dem Raum eine ganz besondere Wirkungskraft und verschönert das Wohnen.

Was Sie bei der Pflege beachten sollten

Das Ölen des Parketts ist eine gute und gängige Möglichkeit zur Pflege. Böden und somit deren Beläge werden täglich beansprucht. Und obwohl Parkett belastbar und langlebig ist, benötigt es dafür eine gewisse Pflege. Hier und da finden sich Kratzer oder Dellen auf den Dielen, die Sie mit der richtigen Instandhaltung gut bezwingen können.
Noch vor der Pflege selbst ist zunächst darauf zu achten, dass die Nutzschicht des gewählten Holzes entsprechend dick ist, da bei Abschleifarbeiten ca. 0,5 Millimeter abgetragen werden. Empfohlen werden hier vom Fachhändler mindestens 3 Millimeter.

Für oberflächliche Kratzer bietet sich Möbelpolitur an, mit der man versuchen kann, die Fehler wegzupolieren. Achten Sie allerdings darauf, dass diese weder Silikon- oder Mineralöl-Derivate enthalten, noch einen dünnen Schmierfilm hinterlassen, der den Staub anzieht. Das Ölen des Parkettbodens eignet sich vor allem für einzelne und recht stark verschlissene Bodenpartien (z.B. der Drehstuhlbereich am Arbeitsplatz). So muss nicht der gesamte Boden behandelt werden und ein Eindringen anderer Flüssigkeiten wird verhindert. Ratsam ist dieser Vorgang zwei bis drei Mal im Jahr mit speziellen Pflegeölen.

Sollten gröbere Makel ein Abschleifen nötig werden lassen, erhält man für ca. 50,- € Reparatursets für Parkettböden, welche präzisere Ausbesserungen mithilfe Schleif- und Poliertücher, Hobel, Klarlackstifte sowie einer Auswahl verschiedenfarbiger Wachse und ein Schmelzgerät für Farbmischungen ermöglichen. Umfassendere Schleifarbeiten raten wir Ihnen allerdings über einen Fachmann entrichten zu lassen.

Um Ihr Parkett vor Feuchtigkeit und Schmutz zu schützen, kann ein speziell für diese Zwecke hergestellter Parkettlack zur Versieglung aufgetragen werden. So entsteht nach 48 Stunden der Aushärtung
(den Boden in dieser Zeit nicht betreten!) eine widerstandsfähige und geschlossene Schicht.
Der tiefere Griff in die Tasche lohnt beim Parkett also an zwei Stellen:
Achten Sie auf eine ausreichende Dicke des Parketts, damit der Spielraum für Besserungsarbeiten gegeben ist. Lassen Sie außerdem trotz diverser, auch teils sehr hilfreicher Anleitungen die Renovierungsarbeiten an den Dielen am besten immer einen Fachbetrieb erledigen, damit die Qualität bestmöglich gewahrt werden kann.