Was kostet eine Schimmelentfernung?

Schimmelstellen kann man ohne fachmännische Unterstützung kaum restlos entfernen. Neben der mechanischen Schimmelentfernung sollte auch eine chemische Schimmelbekämpfung stattfinden.
Diese kostet meist mindestens 1.000,- Euro. Zudem muss nicht selten die Bausubstanz erneuert werden. Hier erfahren Sie, wie sich die Kosten genau zusammensetzen.
Außerdem können Sie eine kostenlose Ausschreibung durchführen, um unverbindlich Angebote von qualifizierten Experten aus Ihrer Region einzuholen.

Kostenübersicht 2017

Die Tabelle gibt einen ersten Überblick über die Kosten. Wie diese sich genau zusammensetzen, erfahren Sie weiter unten.

Bezeichnung Kosten
chemische Behandlung häufig ab 1.000,- €
Überarbeitung Bausubstanz häufig ab 500,- €

Alle Preise verstehen sich als grobe Richtwerte inklusive der Mehrwertsteuer und können selbstverständlich abweichen.

Kosten für Ihr Projekt berechnen lassen - der Preisvergleich

Wir empfehlen Ihnen jetzt, dass Sie mit dem folgenden Link zunächst eine Ausschreibung über "MyHammer" durchführen. Damit erhalten Sie kostenlos und unverbindlich maßgeschneiderte Angebote zu fairen Preisen. Gerade bei Schimmelarbeiten hat sich dieser Schritt bei unseren Webseitenbesuchern bewährt, da sich so oft hunderte Euro sparen lassen.

So setzen sich die Kosten zusammen

Soll der Schimmelpilz restlos vernichtet werden, muss ein Handwerker alle betroffenen Stellen großzügig entfernen. Es gibt dabei keine allgemeine Herangehensweise für die Entfernung, da die zielführende Technik abhängig von der Schimmelart und dem befallenen Material ist. Oft muss im Rahmen der Schimmelbeseitigung die Bausubstanz überarbeitet bzw. erneuert werden. Nur so lassen sich beispielsweise Kältebrücken und undichte Stellen dauerhaft beseitigen. Wichtiger als das Bekämpfen der Symptome, ist das Finden der Schimmelursache, denn nur so kann der Pilz langfristig entfernt werden

Schimmel stellt eine große Gesundheitsgefahr für alle Haushaltsmitglieder dar und sollte dementsprechend schnell behandelt und entfernt werden. Achten Sie bei der Auswahl des Handwerkers auf entsprechende Qualifikationen auf dem Gebiet der Schimmelbeseitigung.
Eine hochwertige technische Ausrüstung spricht beispielsweise für einen erfahrenen Dienstleister. Sobald größere Flächen betroffen sind, sollten Sie unbedingt die Meinung eines Gutachters einholen, damit dieser die genaue Situation exakt analysiert und eine Lösungsstrategie erarbeitet.

In der Regel muss neben der oberflächlichen Entfernung eine chemische Behandlung angewandt werden, denn vor allem die unsichtbaren Spuren müssen entfernt werden. Dies schlägt sich in einem hohen Preis nieder. Meist müssen Sie mindestens 1000,- € (inkl. MwSt.) für das Entfernen des Schimmelpilzes kalkulieren.

Hierbei sollte beachtet werden, dass eine Schimmelentfernung keine Arbeit von wenigen Stunden ist. Es handelt sich dabei vielmehr um einen Prozess, welcher - stufenweise ausgeführt - mehrere Monate andauern kann. Wenn Sie in einer Mietwohnung wohnen, sollten Sie vor dem Bestellen des Handwerkers mit Ihrem Vermieter in Kontakt treten. Sollen die Kosten vom Vermiter übernommen werden, müssen Sie diesem die Schuld (bspw. aufgrund baulicher Mängel) üblicherweise nachweisen.

Übrigens: Möbel, die durch Schimmelbefall zerstört wurden, werden in der Regel von der Hausratversicherung ersetzt.

Wie entsteht Schimmel?

Schimmel sollte nur vom Fachmann mit entsprechender Schutzkleidung und Arbeitsmittel entfernt werden. Mittlerweile ist laut diverser Studien jede dritte Wohnung in Deutschland von Schimmel bzw. Schimmelpilzen befallen. Eine sehr erschreckende Zahl. Grund dafür ist die hohe Luftfeuchtigkeit, die durch die unterschiedlichsten Einflüsse entstehen kann.

Mittlerweile gibt es über 100.000 verschiedene Arten von Schimmelpilzen, die sich auch in den eigenen vier Wänden entwickeln und ausbreiten können. Grundsätzlich bietet jede Art von organischem Material einen Nährboden für Schimmel - egal ob Holzfenster, Tapete oder die Deckenpaneele.

Durch eine permanente Zufuhr von Feuchtigkeit und Wärme kann sich dieser immer weiter entfalten. Besonders gefährdet sind Wohnzimmer, Badezimmer und das Schlafzimmer.
Während des Kochens, des Duschens, des Wäschetrocknens aber auch des Schlafens kann eine Menge Wasserdampf entstehen, welcher viel zu lange im Raum festgehalten wird. Erhöht sich die Anzahl der im Raum lebenden Personen, erhöht sich auch die Feuchtigkeit. Wird diese nicht durch richtiges Lüften nach außen gelassen, kommt es zu einem Feuchtigkeitsstau und dem Nährboden für Schimmel.

Ein falsches Lüftungsverhalten, falsche Energiesparmethoden und bauliche Mängel sind die häufigsten Ursachen für Schimmel.

Die Folgen von Schimmel

Kommt es innerhalb des Wohnraumes zum Schimmelbefall, ist es von enormer Bedeutung so schnell wie möglich etwas dagegen zu unternehmen. Nicht jeder Schimmelpilz ist sichtbar. Allerdings kann er sehr schwere gesundheitliche Schäden hinterlassen. Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Auslöser für Allergien und Schlappheit sind nur wenige von vielen Folgen. Auch Schlafstörungen und Konzentrationsschwächen können entstehen. Setzen Sie sich mit einem Sachverständigen auseinander und klären Sie, wie schlimm der Schimmelbefall bereits ist und was man dagegen tu kann.

Wie kann ich Schimmel vorbeugen?

Es gibt viele Empfehlungen, wie man sich, besonders in Mietwohnungen, vor Schimmel schützen kann.
Oft sind bauliche Mängel eine Ursache. Undichte Stellen am Haus, an Wänden und Fassade können ein Grund sein. Häufig ist die Außenfassade aber auch so gut wärmegedämmt, dass keine Luftzirkulation nach außen stattfinden kann. Die Feuchtigkeit verbleibt dann im Raum.

So können Sie Schimmel vorbeugen:

  1. Sparen Sie nicht an den Heizkosten! Auch wenn die Energiepreise jährlich steigen und man Angst vor anfallenden Kosten hat, sollte man im Winter nicht auf das Heizen verzichten und großen Temperaturunterschieden ausgleichen. Denken Sie daran, dass alle Wände sehr lange Zeit brauchen, um sich zu erwärmen. 20 Minuten am Tag sind nicht ausreichend.
  2. Schließen Sie zum Heizen die Türen! Wichtig ist, dass Sie nicht das ganze Haus mit nur einer Heizungsanlage heizen. Schließen Sie die Türen und geben Sie dem Raum die Möglichkeit die gewünschte Temperatur zu erreichen. Schließen Sie ebenfalls die Fenster.
  3. Stellen Sie die Möbel richtig auf! Stellen Sie Ihre Möbel nicht unmittelbar an die Außenwände. Die Wände können sich nicht richtig erwärmen und bleiben, besonders im Winter, über einen langen Zeitraum sehr kalt.
  4. Lüften Sie richtig! Versuchen Sie schon während des Kochens bzw. unmittelbar danach das Fenster groß zu öffnen und frische Luft in die Wohnung zu lassen. Besonders im Schlafzimmer sollten Sie das Fenster regelmäßig öffnen oder über einen langen Zeitraum angekippt lassen. Wiederholen Sie den Vorgang mindestens dreimal täglich und mindestens einmal am Morgen und Abend.
  5. Messen Sie die Luftfeuchtigkeit! Schaffen Sie sich am besten (im Baumarkt) ein Hygrometer an und kontrollieren Sie in regelmäßigen Abständen die Höhe der Luftfeuchtigkeit. Diese sollte über einen längeren Zeitraum nicht höher als 60 Prozent betragen.

Checkliste

  • Überprüfen Sie in regelmäßigen Abständen die Höhe der Luftfeuchtigkeit in Ihrer Wohnung
  • Versuchen Sie jeden Tag mehrmals richtig zu lüften
  • Stellen Sie Ihre Möbel nicht unmittelbar und direkt an die Wand
  • Versuchen Sie Ihre Wäsche nicht in der Wohnung trocknen zu lassen
  • Machen Sie einen Preisvergleich
  • Lassen Sie eine professionelle Schimmelbeseitigung durchführen