Was kostet es, Teppich / Auslegware verlegen zu lassen?

Teppiche (oft auch als Auslegware bezeichnet) gehören zu den beliebtesten Bodenbelägen. Sie machen einen Raum gemütlich und komfortabel.
Für das Verlegen zahlt man inklusive Material häufig zwischen 20,- und 45,- Euro. Im Folgenden zeigen wir Ihnen, wie sich die Kosten dabei zusammensetzen.

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Kostenübersicht 2017

Die Tabelle gibt einen ersten Überblick über die Kosten. Wie diese sich genau zusammensetzen, erfahren Sie weiter unten.

Bezeichnung Kosten je m²
in €
Kosten je 20 m²
in €
Kosten je 40 m²
in €
Material 15,- bis 30,- 300,- bis 600,- 600,- bis 1.200,-
Verlegung 7,- bis 15,- 140,- bis 300,- 280,- bis 600,-
Gesamtkosten 22,- bis 45,- 440,- bis 900,- 880,- bis 1.800,-
Stundensatz Handwerker 40,- bis 60,- € 40,- bis 60,- € 40,- bis 60,- €
Sockelleiste 10,- bis 20,- je m 10,- bis 20,- je m 10,- bis 20,- je m

Alle Preise verstehen sich als grobe Richtwerte inklusive der Mehrwertsteuer und können selbstverständlich abweichen.

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Preise für das Teppichverlegen

Die Sockelleiste bildet meist den Übergang zwischen zwei angrenzenden Räumen. Die Materialpreise von Teppichen können in Fachgeschäften und Baumärkten erfragt werden. Je nach Qualität, Zuschnitt und Typ kann ein durchschnittlicher Teppich rund 15,- bis 30,- € je m² (inkl. MwSt.) kosten. Bevor man mit dem eigentlichen Verlegen beginnen kann, sollten Sie als nächsten Schritt alle Möbel, Tische und sonstigen Gegenstände aus dem Raum entfernt werden.

Anschließend wird der alte Belag herausgenommen. Der Untergrund muss eben, trocken und komplett sauber sein.
Bei Estrichboden kann man beispielsweise Spachtelmasse verwenden, um Unebenheiten auszugleichen.

Der Teppich sollte mindestens 24 Stunden vor dem Verlegen ausgerollt werden. Er kann entweder lose verlegt oder auf dem Untergrund verklebt werden. Die lose Verlegung bietet sich nur bei kleinen, weniger begangenen Räumen bis 20 m² an. Es wird zur Fixierung höchstens doppelseitiges Klebeband verwendet. Die Verlegekosten je Quadratmeter belaufen sich häufig auf 7,- bis 15,- € pro m² (inkl. MwSt.).

In größeren und stark frequentierten Bereichen wird eine dauerhafte Verklebung mit Teppichkleber empfohlen. Die Handwerkerkosten sind dann geringfügig höher und liegen teilweise bei ca. 10,- bis 30,- € pro m² (inkl. MwSt.).


Das Verlegen von Teppichboden auf Treppen ist teurer. Unabhängig von der Verlegetechnik wird an den Seiten eine Sockelleiste angebracht. Diese kostet je Meter ungefähr 10,- bis 20,- € inklusive Verlegung (inkl. MwSt.). Alternativ kann auch eine Kettelkante als Teppichsockelleiste angebracht werden. Des Weiteren können Kosten für die Entsorgung des alten Belags anfallen. Eine Anfahrtspauschale ist ebenfalls üblich.

Neben einem Teppich, gibt es natürlich auch viele andere Möglichkeiten und Materialien, um einen Boden gestalten zu können. Sie können beispielsweise Laminat verlegen lassen, Parkett verlegen lassen oder sich über Korkboden Preise informieren.

Welche Vorteile bringt mir ein Teppich?

Wie bei anderen Materialien gibt es auch beim Teppich verschiedene Musterungen und Motive zur Auswahl. Teppichböden sorgen für ein angenehmes Raumklima und sind im Gegensatz zu anderen Bodenbelägen, wie PVC (Polyvinylchlorid), Parkett und Laminat eine preisgünstige Alternative. Besonders beliebt sind Teppiche bei Familien mit Kindern und Haustieren.
Durch Ihre Beschaffenheit mindern sie die Lautstärke und geben dem Raum eine angenehme Akustik. Zudem sind sie überaus beständig und senken die Sturz- und Verletzungsgefahr.

Für Allergiker, die vorwiegend auf Milben oder Hausstaub reagieren, ist der Teppich eine sehr gute Möglichkeit die Auswirkungen der Allergie zu mindern. Auf glatten Bodenflächen kann sich Staub schneller ansammeln und durch die ständigen Bewegungen in der Luft herumwirbeln. Teppiche fangen den Staub auf und setzten diesen nicht frei. Bei regelmäßiger Reinigung kommt es somit nicht zur Aufnahme in die Atemwege. Achten Sie beim Kauf primär darauf, dass der Bodenbelag kurz- und niederflorig ist und aus synthetischen Fasern besteht. Mit diesen Stoffen mindern sie ebenfalls den Befall von Hausstaubmilben.

Sollten Sie über die den Erwerb eines Wollteppichs nachdenken, kann dieser, durch die Regulierung über Luftfeuchtigkeit, nachweislich zur Besserung der Raumluft beitragen. Während der kalten Jahreszeiten sorgen speziell die weichen Bodenbeläge für ein angenehmes Zimmerklima und halten die abgesonderte Wärme lange im Raum.

Leider können Teppiche über einen langfristigen Zeitraum sehr schnell verschmutzen und ihre lockere Struktur verlieren. Informieren Sie sich also bereits im Vorfeld, wie Sie Ihren Teppich kurz- und langfristig reinigen können. Lassen Sie sich ebenfalls beim Kauf eine genaue Anleitung zur Pflege mitgeben. Verunreinigungen, wie zum Beispiel Rotweinflecken, lassen sich meist nicht vermeiden. Hier ist es wichtig schnell zu reagieren, um langfristig Verfärbungen vorzubeugen.

Welche Materialen gibt es?

Den Überstand des Teppichs gilt es vorsichtig abzutrennen. Der Kauf eines Teppichs ermöglicht nicht nur eine große Auswahl an Farben und Mustern, sondern auch an Materialien und Stoffen. Stellen Sie sich vorab die Frage, ob Sie Ihren Teppich nur zu Dekozwecken nutzen wollen, er für einen besonderen Raum zugeschnitten werden muss oder er in der ganzen Wohnung verlegt werden soll.

Haben Sie in Ihren Räumlichkeiten bereits eine Fußbodenheizung? In diesem Fall müssen Sie genau darauf achten, welches Material Sie benutzen dürfen, da nicht alle Grundstoffe einem großen Wärmefluss standhalten. Danach können Sie überlegen, welcher Stoff am besten für Sie geeignet ist und in welchem Raum er ausliegen soll. Achten Sie beim Kauf auch auf Prüfsiegel und die genauen Bestandteile des gewählten Materials.

Viele Mieter und Hausbesitzer entscheiden sich bei der Wahl des Teppichs für Naturfasern. Man differenziert zwischen den tierischen Fasern, wie Schurwolle und Leder und den pflanzlichen Fasern, wie Jute, Hanf und Sisal. Diese sind nicht nur hygienisch und umweltfreundlich, sondern auch sehr nachhaltig. Nach dem Gebrauch lassen sie sich leicht entfernen und recyceln. Außerdem sind sie mit geringem Aufwand zu reinigen und vom Mottenbefall befreit.

Der Rohstoff Wolle wird bei der Herstellung von Teppichen am meisten verwendet. Die Fasern des Stoffes können bis zu 30 Prozent geweitet und zusammengezogen werden. Somit können Sie Luft und Wärme speichern und die Akustik dämmen. Vermeiden Sie es jedoch Ihren Wollteppich in feuchte Räume zu legen, da das Material anfangen kann zu faulen. Weitere beliebte Teppicharten sind Schafwolle, Kokosfasern, Bas und Polyester. Treten Sie vorab mit einem Fachmann oder Teppichverleger in Kontakt und informieren Sie sich, welcher Teppich am besten zur Ihrem Wohnraum passt.

Welche Vorbereitungen muss ich treffen?

Sollten Sie zur Miete wohnen, sprechen Sie die Planung und den Ablauf vorsichtshalber noch einmal mit Ihrem Vermieter ab. In den wenigsten Fällen hat dieser ein Problem damit. Beim Herausreißen und Entfernen eines alten Teppichs sollten allerdings Besitzansprüche geklärt werden, wenn diese nicht im Mietvertrag festgelegt wurden.

Lassen Sie Ihren Teppich auf jeden Fall von einem Fachmann verlegen. Dieser kann Ihnen viele Tipps geben und kennt sich bestens in seinem Gebiet aus. So gehen Sie kein Risiko ein, dass die darunterliegenden Bodenbeläge Kratzer, Risse oder sonstigen Schaden erleiden.

Checkliste

  • Überlegen Sie, in welchen Räumlichkeiten Ihr Teppich verlegt werden soll
  • Informieren Sie sich genau über die Reinigung und Pflege
  • Sprechen Sie die Teppichverlegung mit Ihrem Vermieter ab
  • Machen Sie einen Preisvergleich